Das Altersvorsorgedepot ab 2027

Scalable Capital

Der erste Anbieter mit echten Preisen

Scalable Capital hat als erstes Haus Konditionen für das Altersvorsorgedepot veröffentlicht und lässt das Depot schon jetzt zum bestehenden Konto hinzufügen. Konto, Depot, Sparpläne sowie Ein- und Auszahlungen kosten nichts. Wichtig zu wissen: Die Null bei den laufenden ETF-Kosten ist eine Aktion bis zum 31. Dezember 2027 – was danach gilt, steht bisher nirgends.

0 € Depot und SparpläneVormerkung möglichNullkosten befristet bis 31.12.2027
Scalable Capital – Logo

Unsere Empfehlung

Konto-ExperteKonto-Experte

Der erste Anbieter mit echten Preisen. Scalable Capital hat als erstes Haus Konditionen für das Altersvorsorgedepot veröffentlicht und lässt das Depot schon jetzt zum bestehenden Konto hinzufügen. Konto, Depot, Sparpläne sowie Ein- und Auszahlungen kosten nichts. Wichtig zu wissen: Die Null bei den laufenden ETF-Kosten ist eine Aktion bis zum 31. Dezember 2027 – was danach gilt, steht bisher nirgends.

0 € Depot und SparpläneVormerkung möglichNullkosten befristet bis 31.12.2027

Zum Angebot »(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)

Smartbroker+

Die weitgehendste Zusage – mit Bedingungen

Smartbroker+ hat am 8. September 2026 nachgelegt: keine Depotgebühr, keine Sparplankosten, keine eigenen Orderprovisionen und drei Jahre lang Erstattung der laufenden ETF-Kosten. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Erstattung gilt nur bis 25.000 Euro Anlagevolumen, und über das dritte Jahr hinaus nur, wenn im Hauptdepot mindestens 15 Orders pro Jahr laufen – was zu einem reinen Altersvorsorge-Sparplan schlecht passt.

0 € über alle PostenRiester-Übertrag ab 5 Jahren gebührenfreiErstattung nur bis 25.000 €
Ebenfalls im Blick
Die weitgehendste Zusage – mit Bedingungen
0 € über alle PostenRiester-Übertrag ab 5 Jahren gebührenfreiErstattung nur bis 25.000 €

Smartbroker+ hat am 8. September 2026 nachgelegt: keine Depotgebühr, keine Sparplankosten, keine eigenen Orderprovisionen und drei Jahre lang Erstattung der laufenden ETF-Kosten. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Erstattung gilt nur bis 25.000 Euro Anlagevolumen, und über das dritte Jahr hinaus nur, wenn im Hauptdepot mindestens 15 Orders pro Jahr laufen – was zu einem reinen Altersvorsorge-Sparplan schlecht passt.

Zum Angebot »(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)

Kontoexperte Mischa Berg

Beschlossen ist es, kaufen kann man es noch nicht

Das Altersvorsorgedepot ist seit dem 29. Mai 2026 geltendes Recht: Der Bundestag hat das Altersvorsorgereformgesetz am 27. März beschlossen, der Bundesrat am 8. Mai zugestimmt, verkündet wurde es im Bundesgesetzblatt (2026 Nr. 156). Anbieten dürfen es die Institute ab dem 1. Januar 2027 – vorher kann niemand einen Vertrag abschließen, auch wenn einzelne Häuser schon Wartelisten führen.

Der Kern in einem Satz: Es ist ein gefördertes Depot ohne Beitragsgarantie. Genau das unterscheidet es von der Riester-Rente. Weil kein Anbieter mehr garantieren muss, dass am Ende mindestens die eingezahlten Beiträge da sind, kann das Geld vollständig in Fonds und ETFs fließen. Der Preis dafür ist ehrlich zu benennen: Es gibt keine Garantie mehr. Wer 2027 einzahlt und 2029 an einen fallenden Markt gerät, hat kein Sicherheitsnetz.

Während der Ansparphase fällt keine Steuer auf Erträge und Umschichtungen an. Besteuert wird erst die Auszahlung, dafür dann mit dem persönlichen Steuersatz.

Was der Staat dazugibt

Die Förderung besteht aus einer Zulage, die sich nach Ihrem eigenen Beitrag richtet. Sie ist zweistufig, und die erste Stufe ist die lohnendste:

  • 50 Cent je Euro auf die ersten 360 Euro, die Sie im Jahr einzahlen.
  • 25 Cent je Euro auf alles darüber, bis zu einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro.
  • Macht zusammen höchstens 540 Euro Grundzulage im Jahr.
  • 300 Euro je Kind und Jahr – die volle Kinderzulage gibt es bereits ab 25 Euro eigenem Sparbeitrag im Monat.
  • 200 Euro einmalig als Berufseinsteigerbonus, wenn Sie den Vertrag vor Ihrem 25. Geburtstag abschließen.

Einzahlen dürfen Sie mehr, nämlich bis zu 6.840 Euro im Jahr – gefördert wird davon aber nur der Teil bis 1.800 Euro. Neu ist außerdem, wer überhaupt teilnehmen darf: Selbstständige sind jetzt einbezogen, ebenso Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke. Damit fällt die Lücke weg, die bei Riester über zwanzig Jahre bestand.

Ein Detail, das leicht übersehen wird: Ab 2027 gibt es die Zulage nur, wenn Sie mindestens 120 Euro im Jahr selbst einzahlen. Wer weniger spart, geht leer aus.

Die Regeln, die Sie vor dem Abschluss kennen sollten

Ausgezahlt wird frühestens mit 65. Spätestens mit 70 muss die Auszahlung beginnen. Früher geht nur, wenn auch Ihre gesetzliche Rente früher beginnt. Bei Riester lag diese Grenze bei 62 – das Altersvorsorgedepot bindet das Geld also drei Jahre länger.

Bis zu 30 Prozent können Sie auf einen Schlag entnehmen. Der Rest läuft als lebenslange Rente oder als Auszahlungsplan, der mindestens bis zu Ihrem 85. Lebensjahr reichen muss. Eine Pflicht zur lebenslangen Verrentung gibt es nicht mehr – das ist der zweite große Bruch mit Riester. Wer älter als 85 wird, muss allerdings wissen, dass ein reiner Auszahlungsplan dann endet.

Besteuert wird nachgelagert. Auf den geförderten Teil – Ihre Beiträge bis 1.800 Euro, die Zulagen und die daraus erwirtschafteten Erträge – zahlen Sie im Alter Ihren persönlichen Steuersatz. Für den ungeförderten Teil gelten die milderen Regeln für Kapitalerträge. Rechnen Sie also nicht mit der Abgeltungsteuer von gut 26 Prozent: Auf den geförderten Teil kann es mehr sein.

Vorzeitig heran kommen Sie nicht ohne Verlust. Wer kündigt oder vor 65 entnimmt, muss die erhaltenen Zulagen und die geltend gemachten Steuervorteile zurückzahlen. Unschädlich sind der Wechsel zu einem anderen Anbieter, die Verwendung für selbstgenutztes Wohneigentum und die Übertragung im Todes- oder Scheidungsfall.

Ihr Riester-Vertrag läuft weiter. Bestehende Verträge behalten ihre Förderung, neue Riester-Abschlüsse sind ab 2027 nicht mehr möglich. Ein Wechsel in die neue Systematik ist möglich, ohne die bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen – Kosten des Anbieters für den Wechsel können aber anfallen. Eine gesetzliche Frist dafür gibt es nicht.

Wer bietet was an – Stand 8. September 2026

Alle dreizehn Anbieter aus unserem Depot-Vergleich, geordnet danach, wie weit sie sind. Was hier steht, ist von der jeweiligen Anbieterseite belegt; wo nichts steht, haben wir nichts gefunden.

Vormerkung oder Warteliste möglich

  • comdirect. Unverbindliche Registrierung möglich, mit einer Early-Bird-Prämie von 50 EUR.
  • finanzen.net zero. Anmeldung für eine Warteliste möglich.
  • ING. Eintrag in eine Starteliste möglich.
  • Scalable Capital. Depot lässt sich bereits jetzt dem bestehenden Konto hinzufügen, Start zum 01.01.2027.
  • Smartbroker+. Vorabregistrierung in der App möglich, Start zum 01.01.2027.

Angekündigt, aber ohne Konditionen

  • Commerzbank. Themenseite mit Newsletter-Registrierung, keine Vormerkung für das Produkt.
  • Consorsbank. Produktseite und FAQ kündigen ein Angebot voraussichtlich ab 01.01.2027 an, eine Vormerkung gibt es nicht.
  • N26. Angekündigt für Januar 2027, ausdrücklich unter dem Vorbehalt der aufsichtsrechtlichen Zertifizierung. Keine Warteliste.
  • Trade Republic. Bewirbt das Thema mit einer eigenen Kampagne, veröffentlicht aber keine Konditionen und keine Vormerkung.
  • Traders Place. Zwei Modelle angekündigt, die Konditionen stehen laut Anbieter noch nicht fest.

Kein Produktversprechen

  • 1822direkt. Nur ein Ratgeberartikel ohne Produktbezug.
  • justTRADE. Nur ein Ratgeberartikel zum Thema. Der Anbieter schließt eine Aussage darüber, ob und zu welchen Konditionen er ein solches Produkt anbieten wird, ausdrücklich aus.
  • S Broker. Auf der Anbieterseite war am 08.09.2026 nichts zum Altersvorsorgedepot auffindbar.

Wichtig zur Einordnung: „Angekündigt" heißt nicht „vergleichbar". Preise haben bislang nur zwei Häuser genannt.

Die veröffentlichten Konditionen im Vergleich

Leere Felder sind keine Nullen, sondern fehlende Angaben – der Anbieter hat den Wert schlicht noch nicht veröffentlicht.

AnbieterStandDepotgebührSparplanLaufende KostenMindestrateRiester-Übertrag
comdirect(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)Vormerkung möglich10 € im Monatja
finanzen.net zero(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)Vormerkung möglichnein
ING(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)Vormerkung möglich10 € im Monat
Scalable Capital(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)Vormerkung möglich0 €0 €0 %nein
Smartbroker+(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)Vormerkung möglich0 €0 €0 %10 € im Monatja
Commerzbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)angekündigtnein
Consorsbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)angekündigtja
N26(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)angekündigtnein
Trade Republic(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)angekündigt
Traders Place(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)angekündigt

Die Angaben stammen von den Anbietern selbst, sie sind keine Bewertung. Zwei Hinweise zur Lesart: Wo ein Anbieter „maximal 1 Prozent" nennt, ist das die gesetzliche Obergrenze für Standarddepots und kein Preis. Und eine Mindestrate steht hier nur, wenn der Anbieter sie selbst nennt – gesetzlich sind ohnehin 120 Euro im Jahr nötig, damit die Zulage fließt. Werbe- bzw. Affiliate-Link.

Drei Dinge, die heute noch offen sind

Das staatliche Standarddepot gibt es noch nicht einmal auf dem Papier. Neben den privaten Anbietern soll ein öffentlich verwaltetes Depot entstehen. Dafür braucht es eine Rechtsverordnung der Bundesregierung – die liegt nicht vor. Auf eine Anfrage im Bundestag antwortete die Regierung im Juni 2026, man führe noch Gespräche mit möglichen Trägern und die Abstimmung innerhalb der Regierung sei nicht abgeschlossen; einen Zeitplan nannte sie nicht. In der Fachpresse gilt ein Start zum 1. Januar 2027 als unwahrscheinlich.

Zertifiziert ist noch kein einziges Produkt. Jeder Vertrag muss vom Bundeszentralamt für Steuern zertifiziert werden. Die Anträge laufen, bestätigte Zertifikate gibt es Anfang September 2026 nicht. Alle Ankündigungen der Anbieter stehen deshalb unter diesem Vorbehalt – N26 schreibt das sogar ausdrücklich auf seine Seite.

Die Frühstart-Rente ist noch kein Gesetz. Die geplanten 10 Euro im Monat vom Staat für Kinder ab sechs Jahren stehen in einem eigenen Gesetzentwurf, der seit dem 7. September 2026 im Bundestag liegt. Beschlossen ist davon nichts. Wer Ihnen heute ein Kinderdepot mit dem Argument „Frühstart-Rente" verkauft, verkauft eine Absicht.

Vorsicht bei den Zahlen, die derzeit kursieren

Bei diesem Thema steht viel Falsches im Netz, und zwar in zwei Varianten.

Veraltete Gesetzeszahlen. Viele Artikel nennen eine Grundzulage von 30 Cent je Euro und einen Kostendeckel von 1,5 Prozent. Beides stammt aus dem Regierungsentwurf vom Februar 2026. Der Finanzausschuss hat die Zulage auf 50 Cent angehoben und den Deckel auf 1,0 Prozent gesenkt – so steht es im beschlossenen Gesetz. Wenn Sie irgendwo 30 Cent lesen, ist der Text vom Frühjahr.

Erfundene Anbieterkonditionen. Mehrere Vergleichsseiten führen sehr konkrete Zahlen für Häuser, die selbst noch gar keine Preise veröffentlicht haben – etwa Depotgebühren und ETF-Stückzahlen für Anbieter, deren eigene Seite ausdrücklich sagt, die Konditionen stünden noch nicht fest. Wir führen solche Zahlen nicht. Wo in unserer Tabelle oben ein Strich steht, hat der Anbieter nichts veröffentlicht.

Und noch eine Einordnung, die selten jemand ausspricht: Der Kostendeckel von 1 Prozent gilt nur für die Produktkategorie Standarddepot, die jeder Anbieter vorhalten muss. Für frei gestaltete Altersvorsorgedepots gibt es keine gesetzliche Obergrenze.

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Ab wann kann ich ein Altersvorsorgedepot eröffnen?

Anbieten dürfen die Institute ab dem 1. Januar 2027. Vorher ist kein Abschluss möglich; einige Anbieter führen aber bereits Wartelisten oder lassen das Depot dem bestehenden Konto vormerken.

Wie viel Geld gibt der Staat dazu?

Höchstens 540 Euro Grundzulage im Jahr: 50 Cent je Euro auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag, danach 25 Cent je Euro bis zu einem Eigenbeitrag von 1.800 Euro. Dazu kommen 300 Euro je Kind und einmalig 200 Euro, wenn Sie vor dem 25. Geburtstag abschließen.

Was passiert mit meinem Riester-Vertrag?

Er läuft mit seiner bisherigen Förderung weiter. Neue Riester-Verträge sind ab 2027 nicht mehr möglich. Ein Wechsel in die neue Förderung ist erlaubt, ohne dass Sie erhaltene Zulagen zurückzahlen müssen – Kosten des Anbieters können anfallen.

Kann ich mir das Geld später auf einmal auszahlen lassen?

Nur zum Teil: Bis zu 30 Prozent des Depotwerts sind zu Beginn der Auszahlungsphase als Einmalbetrag möglich. Der Rest läuft als lebenslange Rente oder als Auszahlungsplan, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr reicht.

Was kostet ein Altersvorsorgedepot?

Das steht bei den meisten Anbietern noch nicht fest. Veröffentlicht haben bislang nur Scalable Capital und Smartbroker+ – beide mit 0 Euro für Depot und Sparpläne, beide mit befristeten Aktionen bei den laufenden Kosten. Für die Produktkategorie Standarddepot gilt gesetzlich eine Obergrenze von 1 Prozent Effektivkosten.

Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für mich?

Das hängt an drei Dingen: an Ihrem Steuersatz heute und im Alter, an der Zahl Ihrer Kinder und daran, ob Sie das Geld wirklich bis mindestens 65 entbehren können. Die Zulage ist auf den ersten 360 Euro im Jahr am stärksten – wer nur wenig sparen kann, holt anteilig am meisten heraus.

Wie diese Seite entsteht

Daten. Die Angaben zur Rechtslage stammen aus dem Altersvorsorgereformgesetz (Bundesgesetzblatt 2026 Nr. 156), den Antworten des Bundesfinanzministeriums und der Bundesregierung sowie den Bundestagsdrucksachen 21/4088, 21/4996, 21/6726 und 21/7864. Die Anbieterangaben haben wir am 8. September 2026 auf den Seiten der Anbieter selbst geprüft und in unseren Datenbestand aufgenommen. Wo ein Anbieter nichts veröffentlicht hat, steht das so da.

KI-Einsatz. Bei der Auswertung der Daten und beim Formulieren der Texte setzen wir KI-Werkzeuge ein. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Mischa Berg: Zahlen und Konditionen werden vor der Veröffentlichung gegen die Seiten der Anbieter geprüft, und kein Wert steht hier ohne belegbare Quelle.

Werbelinks. Mit einem ★ gekennzeichnete Links sind Werbe- bzw. Affiliate-Links. Eröffnen Sie darüber ein Konto, erhalten wir eine Provision – für Sie ändert sich an den Konditionen nichts. Diese Einnahmen finanzieren den Vergleich. Auf die Punktzahlen haben sie keinen Einfluss: Die Bewertung folgt ausschließlich der offengelegten Kriterien-Systematik. Welche Anbieter wir oben hervorheben, ist eine redaktionelle Entscheidung – die vollständige, unveränderte Rangfolge steht in der Tabelle.

Nachrechnen. Wie eine Punktzahl entsteht, welche Stufen es je Kriterium gibt und wie jeder einzelne Anbieter zu seinen Punkten kommt, steht vollständig offen: So bewerten wir.