Das beste Girokonto für Selbstständige 10/2026

  • Vorsicht: Geschäftliche Umsätze auf dem Privatkonto können zur Kündigung führen.
  • Nur 2 von 14 Anbietern bieten ein eigenes Geschäftskonto.
  • Keine Pflicht zum Geschäftskonto für Freiberufler – wohl aber saubere Aufzeichnung.
  • Geschäftskonto möglich, Unterkonten mit eigener IBAN.
  • Für Selbstständige: Support rund um die Uhr, Echtzeit kostenlos.
  • Wenige Rechnungen im Jahr? Oft reicht ein zweites Privatkonto – sofern erlaubt.
  • Girokonto für Selbstständige: privat oder geschäftlich?
  • 14 Konten nach 22 Kriterien objektiv bewertet.
bunq

Eigenes Geschäftskonto neben dem Privatkonto

Hier gibt es ein echtes Geschäftskonto (ja) – Privates und Geschäftliches lassen sich bei derselben Bank trennen, mit getrennten IBANs. Dazu ja Unterkonten, mit denen sich die Umsatzsteuer-Rücklage sofort abtrennen lässt. Der private Basistarif kostet 0 €. Platz 3 in diesem Vergleich. Platz 3 von 13 mit 71,1 von 100 Punkten in unserem Test.

Geschäftskonto möglichKonto dauerhaft kostenlosUnterkonten möglichBargeld kostet extraKein Dispokredit
zu bunq

71,1 von 100 Punkten im Test

Konto-Experte Konto-Experte

Eigenes Geschäftskonto neben dem Privatkonto. Hier gibt es ein echtes Geschäftskonto (ja) – Privates und Geschäftliches lassen sich bei derselben Bank trennen, mit getrennten IBANs. Dazu ja Unterkonten, mit denen sich die Umsatzsteuer-Rücklage sofort abtrennen lässt. Der private Basistarif kostet 0 €. Platz 3 in diesem Vergleich. Platz 3 von 13 mit 71,1 von 100 Punkten in unserem Test.

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Mischa Berg - Kontoexperte
Commerzbank

Geschäftskonto mit Filiale und Ansprechpartner

Auch hier gibt es ein Geschäftskonto (ja), dazu 400 Filialen und Telefon, E-Mail, Filiale als Servicewege. Für Selbstständige mit Bargeldgeschäft oder Beratungsbedarf ist die Filiale das Argument. Das private Girokonto kostet 4,90 € im Monat. Platz 7 in diesem Vergleich. Platz 7 von 13 mit 60,3 von 100 Punkten in unserem Test.

Geschäftskonto möglich4,90 € im MonatKeine UnterkontenBargeld kostenlosDispokredit möglich
Top-Alternative
Geschäftskonto mit Filiale und Ansprechpartner60,3/10060,3 von 100 Punkten, Platz 7 von 13
Geschäftskonto möglich4,90 € im MonatKeine UnterkontenBargeld kostenlos

Auch hier gibt es ein Geschäftskonto (ja), dazu 400 Filialen und Telefon, E-Mail, Filiale als Servicewege. Für Selbstständige mit Bargeldgeschäft oder Beratungsbedarf ist die Filiale das Argument. Das private Girokonto kostet 4,90 € im Monat. Platz 7 in diesem Vergleich. Platz 7 von 13 mit 60,3 von 100 Punkten in unserem Test.

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Kontoexperte Mischa Berg

Welches Girokonto passt für Selbstständige?

Der wichtigste Satz zuerst: Ein privates Girokonto ist kein Geschäftskonto. Die meisten Banken schließen gewerbliche Umsätze auf Privatkonten in ihren Geschäftsbedingungen aus – wer es trotzdem tut, riskiert im schlimmsten Fall die Kündigung. In diesem Vergleich bieten nur zwei Anbieter ein eigenes Geschäftskonto an. Für Freiberufler ist die Lage entspannter als für Gewerbetreibende, eine Pflicht zum Geschäftskonto gibt es in Deutschland nämlich nicht – wohl aber die Pflicht, Geschäftliches nachvollziehbar aufzuzeichnen. Wer nur wenige Rechnungen im Jahr schreibt, kommt oft mit einem zweiten Privatkonto aus, sofern die Bank das erlaubt. Nach Punkten führt Trade Republic, bietet aber kein Geschäftskonto.

Bewertet von Konto-Testsieger.de nach 22 objektiven Kriterien, Datenstand 03.09.2026.

Kann ich nicht einfach alles über mein Privatkonto laufen lassen?

Technisch ja, und viele tun es am Anfang. Drei Dinge sprechen dagegen, und keines davon ist die Kontogebühr. Erstens untersagen viele Banken die gewerbliche Nutzung von Privatkonten ausdrücklich. Zweitens zahlen Sie die Sortierarbeit beim Steuerberater – oft mehr, als ein zweites Konto im Jahr kostet. Und drittens kann das Finanzamt bei einer Prüfung Einsicht in das gesamte Konto verlangen, also auch in alles Private. Ein zweites Konto – zur Not ein kostenloses Privatkonto bei einer anderen Bank – löst alle drei Punkte auf einmal.

Privatkonto, zweites Privatkonto oder Geschäftskonto

Eine gesetzliche Pflicht zum Geschäftskonto gibt es nicht. Weder für Freiberufler noch für Einzelunternehmer. Was das Gesetz verlangt, ist die nachvollziehbare Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle – und die ist auf einem Konto, auf dem auch der Wocheneinkauf steht, mühsam bis unmöglich. Bei Kapitalgesellschaften sieht es anders aus: GmbH und UG brauchen zwingend ein eigenes Konto, weil die Gesellschaft eine eigene Rechtsperson ist.

Die Geschäftsbedingungen der Bank sind die eigentliche Hürde. Viele Institute untersagen gewerbliche Nutzung auf Privatkonten ausdrücklich. Auffällig wird es bei vielen Eingängen von wechselnden Zahlern oder bei deutlich höheren Umsätzen als bei einem Privathaushalt üblich. Die Folge ist meist eine Aufforderung zum Wechsel, in seltenen Fällen die Kündigung.

Das zweite Privatkonto ist der pragmatische Mittelweg für kleine Nebentätigkeiten – eine Handvoll Rechnungen im Jahr, überschaubare Beträge, keine Angestellten. Es trennt die Buchhaltung sauber und kostet bei den kostenlosen Konten nichts. Es ersetzt aber kein Geschäftskonto, wenn das Geschäft wächst, und es setzt voraus, dass die Bedingungen der Bank das hergeben.

Das Geschäftskonto lohnt spätestens, wenn Umsatzsteuer anfällt, Angestellte bezahlt werden oder die Buchhaltung an eine Software angebunden werden soll. Es kostet Geld, ist aber als Betriebsausgabe absetzbar – der Nettopreis liegt also unter dem, was auf der Rechnung steht.

Was das Privatkonto im Jahr kostet

Die Voreinstellung ist eine durchschnittliche Alltagsnutzung. Stellen Sie die Regler auf Ihre eigene ein – die Tabelle rechnet mit.

Alle Konten in allen Kriterien

AnbieterGeschäftskontoKontoführungUnterkontenBargeldProfil-Punkte
Trade Republic(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 €neinkostenlos ab 100 €83,6
BBVA(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 €5kostenpflichtig72,9
bunq(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)ja0 €jakostenpflichtig71,1
N26(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 €ja2× frei70,2
Openbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)–0 €–6× frei62,8
ING(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 € ab 1.000 €neinkostenlos ab 50 €60,4
Commerzbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)ja4,90 €neinkostenlos60,3
DKB(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 € ab 700 €neinkostenlos58,5
BBBank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 € ab 1.000 €neinkostenlos57,6
comdirect(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein0 € ab 700 €–3× frei56,6
Consorsbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)–0 € ab 700 €–kostenlos ab 50 €52,7
Tomorrow(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)–0 € ab 500 €–1× frei51,1
Berliner Volksbank(Werbelink, öffnet in neuem Fenster)nein3,95 €neinkostenlos49,4

Sonderwertung, keine Gesamtnote: Die Punktzahl gilt für das Profil „Girokonto für Selbstständige“ und gewichtet die Kriterien so, wie sie für diese Lesergruppe zählen. Ein Anbieter kann hier vorn liegen und in einem anderen Profil weit hinten – und umgekehrt. Datenstand 03.09.2026. So bewerten wir. ★ Werbe- bzw. Affiliate-Link.

Was die Trennung im Alltag bringt

Die Umsatzsteuer gehört nicht Ihnen. Was auf der Rechnung als Mehrwertsteuer eingeht, ist Geld des Finanzamts, das Sie nur zwischenparken. Wer es auf dem laufenden Konto liegen lässt, hält sich für liquider, als er ist – die Quartalszahlung wird dann regelmäßig unangenehm. Unterkonten mit eigener IBAN lösen das: Beim Zahlungseingang wandert der Steueranteil sofort weg.

Die Rücklage für die Einkommensteuer funktioniert genauso. Als Selbstständiger zahlen Sie Vorauszahlungen, die sich nach dem Vorjahr richten – in einem guten Jahr folgt die Nachzahlung ein Jahr später. Ein zweiter Topf, in den bei jedem Zahlungseingang ein fester Prozentsatz geht, nimmt dieser Nachzahlung ihren Schrecken.

Die Buchhaltung wird billiger. Wer dem Steuerberater einen Kontoauszug reicht, auf dem Geschäftliches und Privates gemischt sind, zahlt für die Sortierarbeit. Ein getrenntes Konto spart hier oft mehr, als das Konto im Jahr kostet.

Und die Betriebsprüfung. Bei gemischten Konten kann das Finanzamt Einsicht in das gesamte Konto verlangen – also auch in alles Private. Das ist nicht der häufigste Fall, aber der unangenehmste, und er lässt sich mit einem zweiten Konto vollständig vermeiden.

Häufige Fragen zum Girokonto für Selbstständige

Brauche ich als Selbstständiger ein Geschäftskonto?

Gesetzlich verpflichtend ist es nur für Kapitalgesellschaften wie GmbH und UG. Freiberufler und Einzelunternehmer dürfen ein Privatkonto nutzen – sofern die Geschäftsbedingungen der Bank das erlauben, und viele tun das nicht.

Darf ich mein privates Girokonto geschäftlich nutzen?

Das entscheidet die Bank in ihren Geschäftsbedingungen, und viele schließen es aus. Auffällig wird es bei vielen Eingängen von wechselnden Zahlern. Die Folge ist meist die Aufforderung zum Wechsel, in seltenen Fällen eine Kündigung.

Reicht ein zweites Privatkonto?

Für kleine Nebentätigkeiten oft ja: Es trennt die Buchhaltung sauber und kostet bei den kostenlosen Konten nichts. Bei Umsatzsteuer, Angestellten oder wachsenden Umsätzen ist ein Geschäftskonto die sauberere Lösung.

Ist ein Geschäftskonto steuerlich absetzbar?

Ja, die Kontoführungsgebühren sind Betriebsausgaben. Bei gemischt genutzten Konten ist nur der betriebliche Anteil absetzbar – ein weiterer Grund für die Trennung.

Welche Anbieter haben ein Geschäftskonto?

In diesem Vergleich zwei von dreizehn – die Spalte Geschäftskonto in der Tabelle zeigt es. Bei drei Anbietern ist dazu nichts dokumentiert; dort steht kein Wert, weil wir nicht raten.

Wie diese Seite entsteht

Daten. Ob ein Anbieter ein Geschäftskonto führt, entnehmen wir den Angaben der Anbieter; geprüft zuletzt am 10. September 2026. Bei drei Anbietern ist das Feld nicht dokumentiert – dort bleibt die Spalte leer, statt eine Annahme zu treffen. Ob gewerbliche Umsätze auf einem Privatkonto zulässig sind, steht in den Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank und kann sich ändern. Die steuerlichen Hinweise sind allgemein gehalten und ersetzen keine Steuerberatung.

KI-Einsatz. Bei der Auswertung der Daten und beim Formulieren der Texte setzen wir KI-Werkzeuge ein. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Mischa Berg: Zahlen und Konditionen werden vor der Veröffentlichung gegen die Seiten der Anbieter geprüft, und kein Wert steht hier ohne belegbare Quelle.

Werbelinks. Mit einem ★ gekennzeichnete Links sind Werbe- bzw. Affiliate-Links. Eröffnen Sie darüber ein Konto, erhalten wir eine Provision – für Sie ändert sich an den Konditionen nichts. Diese Einnahmen finanzieren den Vergleich. Auf die Punktzahlen haben sie keinen Einfluss: Die Bewertung folgt ausschließlich der offengelegten Kriterien-Systematik. Welche Anbieter wir oben hervorheben, ist eine redaktionelle Entscheidung – die vollständige, unveränderte Rangfolge steht in der Tabelle.

Nachrechnen. Wie eine Punktzahl entsteht, welche Stufen es je Kriterium gibt und wie jeder einzelne Anbieter zu seinen Punkten kommt, steht vollständig offen: So bewerten wir.